Wird die Verwaltungs-KI ‚Al Gude‘ zum Millionengrab für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler?

Nina Eisenhardt, Sprecherin für Künstliche Intelligenz der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Laut Pressebericht wird die Entwicklung und Einführung der Verwaltungs-KI ‚AI Gude‘ in der hessischen Landesverwaltung immer teurer. Für das Jahr 2025 sollen die Entwicklungskosten um rund 660.000 Euro deutlich höher ausfallen als bisher bekannt. Während bisher Entwicklungskosten von rund 918.000 Euro vom Digitalministerium angegeben wurden, belaufen sich nach neuester Auskunft des Ministeriums die Entwicklungskosten auf rund 1,58 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 steigen die Entwicklungskosten sogar auf rund 2,8 Millionen Euro für ‚AI Gude‘, hinzu kommen noch weitere 1,6 Millionen Euro für die zentrale KI-Plattform des Landes. Unterm Strich schlagen damit die Kosten für ‚AI Gude‘ mit rund 4,4 Millionen Euro zu Buche. Wenn man noch die Kosten für die zentrale KI-Plattform des Landes miteinbezieht, auf der ‚AI Gude‘ laufen soll, summieren sich die Kosten sogar auf rund 6 Millionen Euro. So könnte die Verwaltungs-KI zu einem Millionengrab für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahlen werden.

Vor allem scheint überhaupt nicht klar zu sein, welchen Nutzen und welche Effizienzsteigerung der Einsatz von ‚AI Gude‘ für die Beschäftigten der Landesverwaltung bringt. Hierzu schweigt das Digitalministerium beharrlich. Das sind wir vom Ministerium leider nicht anders gewohnt. Seit zehn Monaten warten wir auf die Beantwortung unserer Kleinen Anfrage zu ‚AI Gude‘ vom November letzten Jahres. Damit die Digitalministerin endlich Farbe bekennt, haben wir einen Dringlichen Berichtsantrag eingebracht. Die Ministerin muss endlich die drängenden Fragen zu den Kosten, Nutzen und Datenschutzproblemen von ‚AI Gude‘ im kommenden Digitalausschuss am 2. September beantworten.“

Unseren Dringlichen Berichtsantrag finden Sie auch hier: https://t1p.de/p3upx